Elektromagnetische Felder: Wie ist "Elektrosmog" messbar?

Funkmast, Himmel, Strahlen, Wald; Foto: Heiko Barth, Fotolia.com

Immer häufiger sind wir dem Einfluss von künstlichen elektromagnetischen Feldern ausgesetzt. Zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen machen "Elektrosmog" als Ursache für gesundheitliche Probleme aus. Bislang sind die Auswirkungen von Elektrosmog auf Menschen und Umwelt jedoch noch nicht ausreichend erforscht.

 

Deutsche, europäische und internationale Normung

Der nationale Normenausschuss "Sicherheit in elektromagnetischen Feldern im Frequenzbereich von 0 kHz bis 300 GHz" (NA 022 DKE/K 764) beschäftigt sich mit elektrischen, magnetischen und elektromagnetischen Feldern. Dabei stehen insbesondere der Schutz der Beschäftigten und der Bevölkerung im Mittelpunkt.

Auf europäischer Ebene behandelt das zuständige Gremium CEN/CLC/TC 211 "Electromagnetic fields in the human environment" europäische Normen auf der Grundlage des Mandats M/305 und Normen der Internationalen Elektrotechnischen Kommission (IEC). Hier werden vor allem Produktnormen zu Handys, Sendeanlagen und Haushaltsgeräten, aber auch zu den Bereichen Arbeitsschutz und elektronische Implantate unter die Lupe genommen.

Umweltfachleute kritisieren Sicherheitsrisiken

Die wichtigste Aufgabe der KNU-Umweltexpert/innen in diesem Themenkomplex ist es, offene Schutzmängel und Defizite in Sicherheitsnormen zu thematisieren. Sie setzen sich dafür ein, dass neben den technischen Aspekten auch ökologische Kriterien – durch Berücksichtigung besonders schutzbedürftiger Gruppen in der Bevölkerung – auf die Tagesordnung kommen.

Elektrosmog genauer messbar machen

Messungen dienen nicht nur der Überprüfung von Grenzwerten. Angestrebt wird, mit ihrer Hilfe auch Grundlagendaten über längere Zeithorizonte zu akuten Gefährdungen und Wechselwirkungen öffentlich bereitzustellen. Deshalb sind besonders Mess- und Berechnungsverfahren elektromagnetischer Felder auf ihre Eignung für die Belange des Umwelt- und Gesundheitsschutzes zu überprüfen. Denn durch die Festlegung auf Messabstände, -zeiten, -mittelungen und -eingrenzungen kann unter Umständen ein falsches Abbild der tatsächlichen Belastung durch Elektrosmog entstehen.

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