Normung biobasierter Produkte: Biotrend oder Etikettenschwindel?

Junge Frau isst Joghurt; Foto: Kitty, Fotolia.com
"biobasierter" Joghurtbecher – Umweltschutz oder Verkaufstrick?

Erdöl ist "out" – "bio" ist "in": Joghurtbecher und Computergehäuse werden immer häufiger aus nachwachsenden Rohstoffen statt wie bisher aus Plastik gefertigt. Auch Kosmetika und Reinigungsmittel werden zunehmend wieder auf Pflanzenbasis hergestellt.

Wieviel "bio" steckt in "biobasiert"?

Unter dem Label "biobasiert" preisen Hersteller und Händler gern die Nachhaltigkeit ihrer Produkte bzw. ihrer Verpackungen an. Doch was heißt das genau? Halten sie, was sie versprechen? Wann können Verpackungsmaterialien zu Recht als "biobasiert" bezeichnet werden?

Normung "biobasierter" Produkte

Die Regeln dazu legt das Europäische Komitee zur Normung (CEN TC 411) fest. Über den nationalen Normenausschuss "biobasierte Produkte" wirken deutsche Fachleute und Interessengruppen mit, wenn Normen erarbeitet werden zu u.a. folgenden Themen:

  • Bestimmung des biobasierten (Kohlenstoff-)Anteils von Produkten
  • Nachhaltigkeitskriterien und Ökobilanzaspekte "biobasierter" Produkte
  • Deklaration und Zertifizierung "biobasierter" Produkte

Darüber hinaus sollen dort die bislang existierenden Dokumente zu "biobasierten Produkten" (z.B. zu Bioschmierstoffen, Biotensiden, Biopolymeren) begrifflich harmonisiert werden.

Eine Verpackung muss "bio" sein, wenn "biobasiert" draufsteht

Die Arbeit der KNU-Umweltexpert/innen konzentriert sich dabei insbesondere darauf, strenge Ökokriterien für die Biomassen zu erwirken, aus denen "biobasierte" Produkte hergestellt werden sollen.

Weitere Nachhaltigkeitsaspekte wie "ungiftig" oder "biologisch abbaubar" müssten demnach in die Prüfliste aufgenommen werden.



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